Individueller Schmuck aus Fairtrade Gold – Metalle mit Identität

7. Juni 2017

Individueller Schmuck aus Fairtrade Gold – Metalle mit Identität

Den Ursprung unserer Materialien und Werkstoffe so gut wie möglich zu kennen, liegt nicht nur uns, sondern auch vielen unserer Kunden am Herzen.

In der Regel bestehen Metalle, die in Deutschland gerade in kleineren Handwerksbetrieben verarbeitet werden, aus recyceltem Ursprungsmaterial. Auch bei Tragkultur könnt Ihr Schmuck aus 100 Prozent recyceltem und zertifiziertem Gold bestellen bzw. verarbeiten.

Für diejenigen, die Wert darauf legen, dass verwendete Metalle auch ursprünglich unter fairen Arbeits- und Lohnbedingungen sowie umweltschonend abgebaut wurde, führen wir sogenannte „Metalle mit Identität“. Ebendiese Metalle sind noch nicht lange am Markt erhältlich. Sie sind etwas teurer als gewöhnliche Recycling-Werkstoffe, dafür lässt sich ihre nachhaltige sowie faire Produktion bis zu ihrem Abbau-Ursprung nachweisen.

Unser Hauptlieferant setzt als eine der ersten Scheideanstalten in Deutschland auf die Erschließung neuer, nachhaltiger Quellen. Obwohl das sogenannte “Fairtrade-Gold” oder “Grünes Gold” in Deutschland noch nicht als Standard etabliert ist, möchte Tragkultur die Entwicklung einer fairen und nachhaltigen Goldgewinnung unterstützen. Faire Metalle sind begehrt, aber bis heute nur begrenzt verfügbar. Umso mehr freut es uns, dass sich unsere zuliefernde Scheideanstalt der Entwicklung dieses Themas verschrieben hat. Schon seit einiger Zeit führt unser Partner Rohgold und Legierungen aus nachhaltigem Abbau. Er ist einer von bisher nur zwei deutschen Anbietern mit gewerblicher Fairtrade-Handelslizenz.

Unser Angebot an Fairtrade-Metallen reicht von Fairtrade-zertifiziertem „Good Gold“ der OroVerde Stiftung in Kolumbien über Fairtrade-zertifiziertes Andengold und Waschgold aus Alaska bis hin zu handgewaschenem Rohgold aus Lappland.

Wie unser Zulieferer eine nachhaltige Gewinnung sicherstellt, möchten wir Euch am Beispiel der Rohgoldproduktion in Finnland veranschaulichen:

Über 300 km nördlich des Polarkreises wird mithilfe umweltschonender Technik nachhaltig geschürft. Der Einkäufer unserer Scheideanstalt, ein erfahrener Geologe, lebt während der Saison von Juni bis Oktober vor Ort und pflegt enge Kontakte zu Schürfern und Mitarbeitern. Somit ist sichergestellt, dass die Produktionsbedingungen den hohen Ansprüchen genügen. Alle anschließenden Verarbeitungs- und Legierungsprozesse werden in Deutschland durchgeführt.

Aus diesen kontrollierten Produktionen entstehen Materialien der Kategorien Eco und Fairtrade. Was bedeuten diese Produktkennzeichnungen?

Eco – Das „ökologische Gold“ wird unter umweltschonenden Bedingungen produziert. Mithilfe des Schwerkraftverfahrens wird das Gold in Waschschüsseln und -rinnen ausgewaschen. Der umweltbelastende Einsatz von Cyanid und Quecksilber entfällt. Hohe CO2-Emissionen werden vermieden. Der Wasserverbrauch wird reduziert. Die Belastungen für Boden, Luft und Wasser werden minimiert.

Fairtrade – An der Gewinnung beteiligte Arbeiter werden fair bezahlt. Es werden menschenwürdige Arbeitsbedingungen geschaffen. Der Abbau in Kriegs- und Konfliktgebieten wird vermieden. Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen sowie Vertreibungen und Enteignungen im Zusammenhang der Goldgewinnung werden unterbunden. Ein offizielles Siegel gibt es trotzdem derzeit noch nicht.

Noch sind die verfügbaren Mengen an Eco- und Fairtrade-Metallen begrenzt. Fragt bei uns an und wir prüfen, welches Material wir Euch aktuell anbieten können. Wir freuen uns auf eure Ideen und helfen euch gerne weiter!